35 fesselnde Geschichten des Alltags 1914-1960.
192 Seiten mit vielen Abbildungen,
Ortsregister, Taschenbuch.
Zeitgut Verlag, Berlin.
ISBN: 3-933336-68-6, EURO 6,90 |
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Zum Buch: "Erzähl doch mal, wie’s früher war" - leider immer seltener findet der persönliche Austausch zwischen den Generationen statt. Der Band "Kinder des Jahrhunderts" lässt mit seinen 35 episodenhaften, authentischen Erinnerungen aus dem Alltag die Vergangenheit lebendig werden. Ein Buch voller spannender Jahrhundertgeschichten, die beschreiben, wie es damals war.
Im Jahr 1927 war Autofahren noch ein richtiges Abenteuer, besonders wenn die Fahrt durch dichte Nebelschwaden ging: Fehlende moderne Technik musste damals mit ganzem Körpereinsatz wettgemacht werden. Das konnte so aussehen: Der Vater am Steuer, die Mutter vorneweg mit schwenkender Stabtaschenlame, die Kinder in Intervallen Kreischtöne ausstoßend, um entgegen kommende Radfahrer, Fußgänger und Pferdefuhrwerke zu warnen.
Ende der 30er hielten die ersten Radios Einzug. Die Devise hieß, selbst ist der Mann, und aus erworbenen Schaltplänen nebst Zubehör wurde das Empfangsgerät gebastelt. Tagelang beschlagnahmte der Vater den Küchentisch, verbissen, ja fast besessen werkelte das Familienoberhaupt bis der Apparat seine ersten Töne von sich gab.
Mit ganz anderen Problemen hatten die Menschen kurz nach dem Krieg zu kämpfen. Das Essen war immer knapp und entsprechend groß war die Freude als es eines Tages mehrere Harzer Käse zum Verzehr gab. Im Dämmerlicht, da der Strom wohl wieder einmal ausgefallen zu sein schien, wurde die Köstlichkeit gierig verschlungen. Als der Käse fast verzehrt war, kam es ans Licht - von wegen Stromausfall! Als die rausgedrehte Birne über dem Tisch wieder brannte, mochte kaum einer hinsehen, denn der köstliche Käse lebte, viele kleine Maden krabbelten darin herum.
Schwierig war die Situation auch für die so genannten Schlüsselkinder, also diejenigen Jungen und Mädchen, die den Haustürschlüssel an kratzigen Kordeln um den Hals trugen. Die Mütter konnten sich nur wenig um ihre Kinder kümmern, denn sie mussten für den Lebensunterhalt ihrer Familien sorgen. Schon früh wurden die Kleinen selbstständig.
Schöne Erinnerungen hat der kleine Siegfried. Er berichtet wie aufregend es war als einige Jahre nach dem Krieg die ersten Kinos wieder aufgebaut wurden. Die Lichtspiele faszinierten Groß und Klein, jede Woche gab es ein neues Programm, dass konnten sich der Junge und seine Kameraden nicht leisten. Doch es gab einen Trick: Mancher Kartenverkäufer drückte schon mal ein Auge zu und so konnte man sich in manchen Film schleichen und ganz umsonst zuschauen
Zum Schnupperpreis von nur 6,90 Euro bietet das Auswahltaschenbuch der Reihe Zeitgut, eine vergnügliche Reise durch das 20. Jahrhundert an. Ein Buch für jung und alt, das alle Leser fesselt, die sich für das "Wie war es damals?" interessieren. |