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    Jugend in Deutschland 1939-1945

    :: Band 12 | Reihe Zeitgut | Taschenbuch-Ausgabe
    41 Geschichten und Berichte von Zeitzeugen.
    384 Seiten mit vielen Abbildungen,
    Ortsregister, Chronologie, Gewicht 502 Gramm
    Zeitgut Verlag, Berlin.

    ISBN: 3-86614-176-9, EURO 14,90

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    Zum Buch
    Jungsein in Kriegszeiten? Wie erlebten 14- bis 18j├Ąhrige den jahrelangen Ausnahmezustand des Zweiten Weltkrieges? Wie fanden sie sich zwischen scheinbarer Normalit├Ąt und dem Irrsinn des Krieges zurecht? Im vorliegenden Buch schildern damalige "Teenager" in 38 episodenhaften Erinnerungen, was sie erlebten und empfanden:

    Auf Anraten ihrer Lehrerin begann Elisabeth Hassm├╝ller kurz vor Kriegsbeginn, ein Tagebuch zu f├╝hren. Die anf├Ąngliche Begeisterung f├╝r den Krieg weicht darin immer mehr der Skepsis und der Erkenntnis, da├č dieser Krieg sinnlos ist.

    Johannes Weissler erlebt im Mai 1943, da├č seine betagte Gro├čmutter nach Theresienstadt deportiert wird. Er selbst darf wegen seiner j├╝dischen Herkunft nicht die h├Âhere Schule besuchen, wird aber 1944 in ein Wehrert├╝chtigungslager geschickt und sp├Ąter zur Organisation Todt einberufen.

    ├ťberall werden Zwangsarbeiter eingesetzt, um die Versorgung der Bev├Âlkerung und die Produktion kriegswichtiger Erzeugnisse zu sichern. So berichtet die dienstverpflichtete Irmgard Hansen, wie sie in einer Frankfurter Kupferfabrik neben Kriegsgefangenen arbeitet, getrennt durch ein strenges Kontakt- und Redeverbot.

    Renate Sielaff lebt unter einem Dach mit franz├Âsischen Kriegsgefangenen, die in der B├Ąckerei arbeiten und auf dem Mehlboden schlafen. Mit polnischen Zwangsarbeitern zusammen arbeitet sie auf dem Feld, darf aber nicht mit ihnen sprechen. Am bedr├╝ckensten empfindet sie es, wenn die russischen Gefangenen durch den Ort gef├╝hrt werden. Auch hier sind Kontakte bei Strafe verboten. "Man soll sogar wegsehen," schreibt sie.

    Von der nationalsozialistischen Propaganda beeinflu├čt, meldet sich Benno G├Âtzke mit 17 Jahren 1943 freiwillig zur Wehrmacht. Er kommt nach Frankreich, wo die Alliierten gerade ihre Offensive beginnen. Nach Verletzung und Lazarett-Aufenthalt wird er erneut in Richtung Front geschickt. Seinem ├ťberlebenswillen und dem Zufall verdankt er es, da├č er heil wieder nach Hause kommt.

    Im Januar 1945 mu├č Horst Schneider zum Reichsarbeitsdienst einr├╝cken. Einem Monat sp├Ąter wird seine RAD-Abteilung von der Waffen-SS ├╝bernommen und an die Westfront geschickt. Doch in Belgien geraten die 16j├Ąhrigen Jungen bald in Kriegsgefangenschaft.

    Je l├Ąnger der Krieg dauert, umso mehr bestimmen Fliegeralarme und Bombenangriffe den Alltag. Das Bombeninferno am 13. Februar 1945 in Dresden ├╝berlebt die 18j├Ąhrige Hildegard de Parade letztlich nur durch ein grausiges Schutzschild, einen auf ihr liegenden Leichnam, der sie vor den Bombensplittern bewahrt.

    Die Texte des Buches sind mit zahlreichen Fotos und Dokumenten der Autoren illustriert.

    Aus dem Inhalt
    Alles ist anders als vorher - Nochmal davongekommen - Gewagte Kunstst├╝ckchen - Die Zeit wollte nicht vergehen - Blumenbote im Hotel Adlon - Wie mein Bruder arisch wurde - Luba - das Judenkind - Wir durften es nicht wissen - Fronleichnamsprozession - Im Kupferwerk - Reifepr├╝fung - Tanz auf dem Schleifplatz - Luftwaffenhelfer - Ein eisiger Tag - Ich suche das Vogtland - Das Geheimnis von Haus Nr. 37 - Die letzte Kriegsweihnacht - Silvesterfete 1944 - Ich war erst 16 - Sogar die Elbe brannte - W├Ąre der Zug nur ewig weitergerollt - Kartoffelsch├Ąler gesucht - Wir wollten M├Ąnner sein

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