Leserstimmen 

Bild Als Hitler meine Geige verspielte

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:: Ein gelungener Einblick - Vorab: Es hat mir gefallen. Warum?
Zum einen, weil der Alltag in der NS-Zeit - und auch davor - noch sehr wenig reflektiert ist durch Erzählungen, bei denen nicht große, bekannte Persönlichkeiten im Mittelpunkt stehen. Wir wissen viel über die Führungsriege, aber wenig vom Unterbau, der Bevölkerung, einzelnen Lebenswegen in dieser Zeit. Auf dem Weg zu einem besseren Verstehen ist das vielleicht mehr von Bedeutung, als Hitlers Geburtsdatum zu kennen.
Zum anderen fließt das Buch wie ein ruhiger Fluß. Es macht einem nichts vor. Man erkennt darin Querverbindungen zu anderen Schicksalsfäden (Mannheim, Harz, Bergman etc.) und macht sich auch Gedanken über sein eigenes Leben. In Gummersbach habe ich schon gewohnt, kenne ich Kinder dieser oberbergischen Bauernfamilie? Wer weiß? Wie klein doch die Welt ist. Das Rheintal, durch das ich immer mit dem Motorrad gefahren bin, wenn ich meine Freunde im Bergischen Land besucht habe. Welch friedfertigen und selten glücklichen Gefühle durchströmten mich bei der Fahrt zwischen Bingen und Andernach.
Das Buch ist ein guter Einblick in diese Zeit. So sollte es sein. Auch mit dem Hintergrund pubertärer Erfahrungen in HJ, Schule und bei den Mädchen. Die Schilderung des ghettomäßigen Mietshauses, dessen soziales Konstrukt es heute in jeder Trabantenstadt gibt. Oftmals mit den selben politischen Einstellungen. Es gab nicht nur das "Regime". Es gab auch das normale Leben mit all seinen Sorgen. Ich glaube, das Buch wäre ein guter Film.
Heiko Tessmann / aus amazon.de

:: Schon der Titel macht neugierig, und diese Neugier setzt sich fort, je weiter man beim Lesen kommt. Es ist ein ehrliches Buch und lässt - insbesondere was die Probleme des heranreifenden jungen Menschen anbelangt - keine Wünsche offen, vermittelt aber doch zart und verhalten seine ersten Erfahrungen auf diesem Gebiet. Im Mittelpunkt aber steht das politische Geschehen: die immer stärker um sich greifende Macht des Nationalsozialismus, die unausweichlich in das Privatleben hineinwirkt und schließlich zum Krieg führt, den der Autor fast fünf Jahre lang erleben und überleben musste. Ein schicksalhaftes Walten bietet sein Geigenspiel, dem er letztendlich sein Überleben verdankt. Ein fesselndes Buch - nicht zuletzt, weil es aus einer mir bisher völlig neuen Betrachtungsweise ein sehr dunkles Kapitel jüngster deutscher Geschichte spannend und faszinierend schildert, ja geradezu miterleben lässt.
Hans-Joachim Heincke / aus amazon.de

:: Klasse Buch - Der Autor beschreibt sehr malerisch seine Kindheit im Idyll eines Dorfes an der Elbe und berichtet faszinierend aus der Sicht des Kindes über den Widerstand des Vaters gegen das alles beherrschende NS-System. Eigentlich lese ich nicht so gerne Bücher über Krieg und Militär, aber der Autor erzählt derart spannend und zum Teil humorvoll über seine Militärzeit und Kriegseinsatz, dass mich auch dieser Part überzeugt hat. Mir gefiel das Buch so gut, dass ich darüber eine Präsentation auf Französisch in meinem French oral Kursus gehalten habe, die meine Mitstudenten sehr beeindruckt hat.
Katharina Arntzen / aus amazon.de

:: Ich bin völlig gefesselt von der Geschichte. Die Begrenzung des Erzählzeitraums von 1931 bis '45 ist sicher ein Grund dafür, dass die Erzählung so dicht ist. Wohltuend ist das Fehlen jeglicher Larmoyanz, obwohl es dafür Grund genug gäbe. Die Diktion ist sehr eindringlich und klingt absolut authentisch. Spannende Aufzeichnungen aus dem Leben eines jungen Deutschen in einer mehr als turbulenten Zeit
Angela Koch / aus amazon.de

:: Mitreißende Autobiografie - Ragnar Tessloff, Sohn eines sozialdemokratischen Redakteurs, wächst im Nationalsozialismus nicht gerade unter einfachen Bedingungen auf. Der Vater muss unter dem Druck der Nazis die Arbeit bei seiner Zeitung aufgeben und in seinem winzigen norddeutschen Dorf als Bäcker und Konditor arbeiten. Im Untergrund verbreitet er weiterhin sozialdemokratische Schriften, wird verraten und verhaftet. In dieser Zeit tritt der Junge Ragnar in die HJ ein, um sein Abitur ablegen zu können. Er versucht den schwierigen Spagat, seine Überzeugungen nicht aufzugeben und dabei unauffällig zu bleiben. Studieren darf er wegen des politisch unkorrekten Vaters nicht, also beginnt er eine Ausbildung. Dann fängt der Krieg an. Er führt den jungen Mann nach Belgien, Marseille und Jugoslawien.
In der Zusammenfassung klingt dies wenig spektakulär, doch lässt sich anhand dieses Buchs das Leben eines nur äußerlich Angepassten wunderbar miterleben und begreifen. Der nach dem Krieg geborene Leser erhält anschauliche Einblicke in das Alltagsleben unter der NS-Knute, die Ängste derer, deren Angehörige weggesperrt wurden, das eigenartige, von der Gestapo nicht völlig durchdrungene Netz Gleichgesinnter und Verfolgter im Untergrund und den Konflikt, den schon der allfällige Hitler-Gruß im Hitler-Gegner auslöste.
Zur nüchternen Biografie gerät dieses Buch an keiner Stelle, zumal der Autor auch ganz intime Details seiner Entwicklung vom Kind zum Mann einflicht, erste erotische Erfahrungen eingeschlossen, die das Bild von Kindheit und Jugend unter dem Hakenkreuz ergänzen. Über seinen Vater lernt Ragnar Tessloff zudem interessante Künstler und Literaturschaffende kennen, deren Schicksale in sein Buch mit einfließen.
Gerade als Frau habe ich kein ausgesprochenes Faible für Kriegsberichte, doch Tessloff erzählt so fesselnd von seinen Erlebnissen, dass ich nicht einen Satz überspringen wollte. Als Soldat, wie auch schon während seiner Zeit in der HJ, öffnet dem jungen Mann sein schönes Geigenspiel manche Tür, die Geige spielt Schicksal und bewahrt ihn vor einer zweiten soldatischen Grundausbildung und dem Eid auf den Führer; später, als seine Einheit in Opatija bereits von Partisanen umzingelt ist, rettet ihm die Geige möglicherweise sogar das Leben.
Sehr interessant fand ich auch den kurzen Abriss am Ende, in dem Tessloff den Aufbau seines Verlags zusammenfasst. Die berühmten Kinder-Sachbücher "Was ist Was" habe ich sehr geliebt. Unter welchen Schwierigkeiten und mit welcher Vorgeschichte sie das Licht der Welt erblickten, erfuhr ich erst durch Tessloffs Autobiografie. So lässt sich anhand dieses Buchs auch manche Nachkriegs-Erfolgsgeschichte exemplarisch nachvollziehen.
Auf dem Umschlag des übrigens mit vielen wunderbaren Fotografien ausgestatteten Bandes (Tessloff arbeitete auch immer wieder als freier Fotograf) zitiert der Autor seine Tochter: "Nichts kann so spannend sein wie die Wirklichkeit!"
Wie wahr.
Regina Karolyi / aus amazon.de

:: Faszinierend - Ein toller Stoff! Nichts kann so spannend sein wie die Wirklichkeit - heißt es auf der Rückseite des Buchumschlags. Und so ist es in diesem Buch. Authentischer und glaubwürdiger konnte ich die Turbulenzen der deutschen Schicksalsjahre 1931 bis '45 noch nie (gewissermaßen) miterleben. Der Text ist von besonderem Stil, ist leicht lesbar und lässt dem Leser Raum, sich sein eigenes Bild von Personen und Situationen zu machen. Durch persönliche und intime Erlebnisse entsteht ein großes Spannungsfeld. Zugleich ist das Buch ein Dokument eines Zeitzeugen in außergewöhnlich einprägsamer und faszinierender Darstellung.
"uwmoe" / aus amazon.de

:: Ich bin ganz hingerissen. Begann zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Nicht nur, dass ich immer noch nicht genug darüber weiß, wie sie erlebt wurde, die Kriegs- und Vorkriegszeit, wie es war, als die Floskel 'das Leben geht weiter' alltäglich real neu umgesetzt werden musste. Ich bin vor allem eingenommen von der Art, wie der Autor erzählt, so unsentimental und leicht, so völlig uneitel, selbst die intimsten Begebenheiten so direkt und persönlich, so menschlich und aufrichtig. Womöglich deshalb so eingängig. Das Buch beschäftigt mich sehr - es lässt mich nicht mehr los.
Florentine Hoffmann / aus amazon.de

:: Temporeich und spannend. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen, könnte weinen und lachen. Jede Seite wäre Stoff für ein neues Buch. Abgesehen von der Spannung, die im persönlichen und intimen Bereich liegt, ist das Buch ein Dokument besonderer Art jener turbulenten Zeit von 1931-1945. Die Besonderheit liegt darin, dass es nicht rückblickend mit der 'Weisheit des Alters' dokumentiert, sondern den Leser direkt in den jeweiligen Bewusstseinszustand des Protagonisten versetzt , und ihn die Erlebnisse und Gedanken aus der jeweiligen Sicht des Kindes, Heranwachsenden, jungen Mannes und schließlich Soldaten miterleben lässt.
"hmihme" / aus amazon.de

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